Zimmer buchen
Anreise:
Abreise:
Zimmer:
je Personen:
flexibel (+/- 2 Tage):
Suchen
Unverbindliche Anfrage
T: +43 (0)5515 22 88
Anfragen

Vo Mello bis ge Schoppornou

Zwischen Mellau und Schoppernau - dort, wo dem "holstuonarmusigbigbandclub" die Füße weh tun

hmbc Foto: Adolf Bereuter

Tun Ihnen vielleicht auch die Füße weh, wenn Sie zwölf Kilometer laufen? Nicht, wenn Sie, wie ganz Vorarlberg, halb Österreich und ein gutes Stück Ausland mit der Bregenzerwälder Band "holstuonarmusigbigbandclub" seit Herbst 2010 singend von Mellau nach Schoppernau laufen …

Lange Zeit waren Stefan Bär, Philipp Lingg, Bartholomäus Natter, Johannes Bär und Andreas Broger mit ihrem Mundartsong auf Platz zwei der Ö3-Charts. In zahlreichen Radiosendern wird das Lied „Vo Mello bis ge Schoppornou“ immer noch rauf und runter gespielt. Über 2,2 Millionen Mal wurde das Video "Vo Mello bis ge Schoppornou" auf YouTube angeklickt. Am 14. März 2011 wurden Sie für die 19.000mal über den Ladentisch gewanderte Single "Vo Mello bis ge Schoppornou" mit dem "Goldaward" ausgezeichnet.

Da mag manch einer neugierig werden, wie es wohl wirklich zwischen Mellau und Schoppernau aussieht und ob man sich dort tatsächlich die Füße wehlaufen kann. Wandergewohnte schütteln den Kopf: Zwölf Kilometer – ein Kinderspiel, maximal drei Stunden. Und das immer eben, in der Sonne oder im Schatten, auf Schnee oder Wander- und Radwegen. Oder über Berge, Alpweiden und an Alphütten vorbei, neben dem Rauschen der Bregenzerache oder durch die Stille der Bergwelt, die nur von Kuhglockengeläute oder Alphornklängen (wenn man Glück hat) unterbrochen wird.

Spazieren, laufen, radeln, wandern „vo Mello bis ge Schoppernou“
Von Mellau über Au nach Schoppernau läuft sich’s wirklich vielfältig. Der jungen wilden Bregenzerache entlang führt ein ebener Wanderweg durch dichten Auwald. Er ist auch zu joggen oder zu walken, man kann ihn mit dem Kinderwagen, mit dem braven Nachwuchs und dem Hund gehen. Auf Höhe Hirschau muss man sich entscheiden: wechselt man über den Fluss und unter der Straße auf die Sonnenseite oder bleibt man im Schatten der mächtigen, Sagen umwobenen Kanisfluh? Radler wechseln auf jeden Fall, denn dort geht es gepflegt auf asphaltiertem Radweg nach Schnepfau und – wieder über die Brücke – linksseitig der Bregenzerache weiter nach Au und Schoppernau (Fahrradverleih mit Aus- und Rückgabestationen in vielen Orten).
Über das Schnepfauer Feld führt im Winter die Loipe, wandern kann man auch in der kalten Jahreszeit – aber warm anziehen, wochenlang schirmt die Kanisfluh die Sonnenstrahlen ab und taucht so die Auwälder in weiß funkelnde Kleider aus glitzerndem Reif. Zwischen Schnepfau und Au nehme man den Bus (Nr. 40 im Stundentakt), da dieses Teilstück des Wander- und Radweges winters wegen Lawinengefahr gesperrt ist.

Wer wirklich Fußweh riskieren will, kann die Alp-Tour südlich der Kanisfluh wählen: zu Fuß oder mit der Mellauer Bergbahn auf die Rossstelle, von dort über die Alpen Kanis, Wurzach und Obere auf breiten, bequemen Güterwegen bis zum gastlichen „Edelweiß“ und dann den steilen Steig über die Feuersteinalpe und das Ahornenvorsäß nach Au (ca. 3 Stunden ab Bergstation Rossstelle). Von Au läuft man nur noch eine halbe Stunde bequem an der Bregenzerache entlang bis Schoppernau. Konditionsstarke wagen von der Alpe Wurzach aus einen Abstecher auf die 2.044 m hohe Kanisfluh. Die Aussicht ist überwältigend, abwärts tun mitunter die Zehen weh …

holstuonarmusigbigbandclub
Die fünf jungen Bregenzerwälder Burschen – Stefan Bär, Philipp Lingg, Bartholomäus Natter, Johannes Bär und Andreas Broger, allesamt begnadete Musiker seit ihrer Kindheit, haben klein angefangen mit ein paar dünnen Tönen. Dann ist es der „holstuonarmusigbigbandclub“ geworden mit vielen exotischen Noten und coolem Sound. In kürzester Zeit stürmten sie zu ihrer eigenen Überraschung mit dem Song „Vo Mello bis ge Schoppernou“ die Charts, füllten Veranstaltungssäle von Bregenz bis Wien, eroberten YouTube und iTunes und entzweiten die musikalischen Geschmäcker der Vorarlberger Radiohörer.

Im nicht allemannischen Sprachraum tun sich Fans zwar etwas herb mit der Mundart, aber die Story ist der Jugend überall bekannt: eine Wochenendnacht unter Kollegen mit ausreichend stimmungshebenden Gläschen; der letzte Nachtbus ist weg, ein Auto fahrender Samariter erbarmt sich der schwankenden Seele und nimmt sie mit – aber eben nur bis Mellau, von dort muss nach Schoppernau zu Fuß gelaufen werden. Mutter wartet im beginnenden neuen Tag und schüttelt den Kopf über den Herrn Sohn, Vater schickt sich drein und stellt lapidar fest: „Lass ihn, er wird schon wissen, was er tut“. Und die Füße haben ihm weh getan …

Das Video, den Text zum Lied und Termine zu den Konzerten finden Sie auf der
offiziellen hompage vom holstuonarmusigbigbandclub